Rheinische Post, 03.03.2004
Köln lebende Sängerin Katy Sedna gab in Düssel ein Hauskonzert
Meeresgöttin schenkt Menschen ihre Lieder

Autorin: R. Mairose-Gundermann
Wülfrath: "Sedna, die Meeresgöttin der Inuit-Indianer, beschenkt die Menschen mit Fischen. Ich schenke den Menschen meine Lieder." Für ihre Biografie, zu der das Abitur am Wülfrather Gymnasium zählt, braucht es schon einiges mehr. Geboren in Bad Homburg, mit drei Geschwistern aufgewachsen in Kenia, Togo, Nebraska/USA, Wülfrath. Nach dem Abi "den Duft der Freiheit atmen". In Lebensstationen heißt das, ein Jahr Edinburgh/Schottland, ein Jahr New York, vier Jahre Studium am Boston Berklee College of Music.
Durch deutschen Vater und amerikanischer Mutter hat sie die doppelte Staatsbürgerschaft. "Ich bin in beiden Kulturen zu Hause", stellt sie im RP-Gespräch fest.
"Mich interessieren Menschen sehr. Es ist, als lernte man eine andere Welt kennen. Wobei sich dann die Frage stellt, was ist normal", leitete sie zu dem Song, "I lost my mind", über, den sie jetzt im Rahmen des Hauskonzerts, in Düssel vorstellte. In ihren Liedern, empfindsam und sehr wohlklingend auf der Gitarre begleitet, nimmt sie die Zuhörer mit in ihre Welt.
"Politik, die ich betreibe, bedeutet, in meiner eigenen Welt aufzuräumen." Ihre Texte – die gesungenen wie auch die gesprochenen Zwischentexte – haben immer etwas Persönliches, bisweilen Autobiographisches. Zu "Asches, ashes, we all fall down" ließ sie sich durch das Kinderlied, "Ring around the rosies" inspirieren, das makabererweise aus der Zeit der Beulenpest stammt. "Wenn man sich mit dem Tod befasst, wie ich damals, sieht man erst wie schön das Leben ist", sagt sie lächelnd.

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